Erde2_cmyk

Herzliche Einladung zu den Gemeinschaftstagen 2014 im Haus der Stille 

mit Dr. Georg Beirer, Bischberg, Deutschland

"Der Fromme von morgen wird ein 'Mystiker' sein" (Karl Rahner)
Solidarisch die Armut Gottes in Welt und Kirche leben

Nähere Informationen siehe Folder

Termin: 28. bis 31. Mai 2014
Ort: Haus der Stille (bei Graz), 8081 Hausmannstätten

Foto: Christine Wuchse, FG Graz

Dr. Georg Beirer schreibt in der Hinführung zum Thema der Tagung:

Mystik ist ein lebendiges, dynamisches Beziehungsgeschehen zwischen Gott und Mensch, ein Erfahren und Mitvollziehen des göttlichen Wirkens bei der eigenen wie der anderen Menschwerdung und bei der gemeinsamen Weltgestaltung. Im Sein mit Jesus Christus aber, dem Menschgewordenen, wird es dem in dieser Begegnung lebenden und suchenden Menschen nicht mehr um sich selbst, sondern um Gott und die Menschen gehen.

Das bedingt eine demütige Wahrhaftigkeit im Blick auf sich selbst und den Mut zur Erfahrung der eigenen Armut. Im unverstellten "Offenstand" auf Gott, Mensch und Welt hin, im befreiten „Leersein" (geistliche Armut) wird der Alltag zum Ort intensiver Gottes-, Selbst- und Weltbegegnung, zum Ort des Lebens von Glaube und Liebe mit den Menschen.

Weil Gott selbst in seiner Menschwerdung dem Menschen in seiner Armut, Ohnmacht und Demut begegnet (ist), ist für Franziskus die Armut als „Mystik der leeren Hände" notwendige Konsequenz für das Sein in und mit Christus und bleibender Anspruch auf dem Weg der Menschwerdung.

Armut leben ist so solidarisches Handeln mit dem lebendigen Christus. In den unterschiedlichen Ausfaltungen der Armut, – der materiellen, psychischen, moralischen, gemeinschaftlichen, geistigen und geistlichen Armut – soll der Lebenswert der Armut für ein gelingendes Sein mit Gott für die Welt und den Menschen selbst als Provokation auf Fülle des Lebens hin aufgezeigt werden.

Schwerpunkte der Tagung sind:

 Mit Gott im Alltag leben. Zur Grundgestalt christlicher Mystik

 Die Erfahrung der Armut Gottes

 Die mystische Dimension der Armut

 Die gelebten Ausfaltungen der Armut