Bei einer Begegnung mit den Ordensmitgliedern ging Bischof DDR. Klaus Küng vor allem auf die großen Veränderung in der heutigen Zeit ein. Dabei verwies er auf die Christenverfolgungen vielerorts, auf die Migrationsbewegungen und auch den Relativismus. Denn, so der Bischof, viele würden so leben, als ob es Gott nicht gäbe. Er, so Küng, wünsche sich Respekt vor anderen, aber auch Klarheit zur eigenen Religion. Nur wer in seinem eigenen Glauben starke Wurzeln habe, könne auch einen echten Dialog führen, sagte Küng. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Neuevangelisierung für einen nachhaltigen Frieden. Wichtig sei der Dialog sowohl innerkirchlich als auch mit anderen christlichen Konfessionen sowie mit dem Islam.

Diakon Werner-Karl Friedrich von der Österreich-Leitung betonte im Hinblick auf die Flüchtlingsfrage: „Franziskanisch zu leben heißt, ihnen zu helfen und die Voraussetzungen zu schaffen für ein würdiges Leben." Die Mitglieder des Ordens tauschten bei der Tagung Erfahrungen aus. Sie arbeiten daran, ein solidarisches und versöhntes Mit- und Füreinander zu fördern. Die Erfahrungen und das erworbene Wissen der Europäischen Franziskanischen Woche (EUFRA) sollen im eigenen Land mitgeteilt und weitergegeben werden. Der OFS gehört zu den ältesten heute noch existierenden geistlichen Laienbewegungen der katholischen Kirche. Auch die Franziskaner in St. Pölten sind im Begriff, hier den dritten franziskanischen Orden zu etablieren.

Europischer_Gemeinschaftstag

Zusammentreffen im Bildungshaus St. Hippolyt mit Bischof DDr. Klaus Küng – auf dem Foto mit P. Hermann-Josef Schlepütz aus Deutschland und P. Elisäus Hrynko von den Franziskanerinnen St. Pölten. (Foto: Zarl)