Franziskanisches_Berufungsjahr_Abschluss_Einleitungsbild

Eine Teilnehmerin beschreibt ihren Weg während des Franziskanischen Berufungsjahres:

Am Anfang war mir nicht klar, wie viel Licht die Auseinandersetzung mit dem Thema Berufung in so viele Bereiche meines Lebens bringen wird. Vielleicht habe ich immer noch nicht ganz ein bestimmtes Ziel erreicht, doch jetzt ist der Weg so, dass ich ihn gehen kann.

Entscheidungen kann einem keiner abnehmen, doch die Freude am Suchen, am Finden und Gefunden werden sollte vor Entscheidungen stehen. Vor allem wenn es um die Entscheidung geht sein Leben ganz mit Gott zu leben. Nicht die Qual der Wahl sollte im Vordergrund stehen, sondern der achtsame Schritt, der gelebte Weg. Dies haben die Schwestern und Brüder mit liebevoller Anteilname begleitet. Das Beisammensein mit Menschen, die ähnliche Fragen stellen, hat meinem Suchen einen Halt, einen festen Grund, einen starken Partner, eine Gemeinschaft und meinen Schritten Sicherheit gegeben. Für alle, die ihr Ziel gefunden und alle die noch weiter suchen: wir sind immer noch auf dem Weg!

Ich habe schon irgendwie gespürt, dass ein Eintritt ins Kloster für mich momentan nicht in Frage kommt. Eine Sehnsucht danach war dennoch da. Aber warum? Weil ich auf dem mir bestimmten Weg so unsicher war, weil es so viele Möglichkeiten gibt. Das Berufsleben, das Privatleben, Freunde, Beziehungen, Wohnorte, alles ist so flexibel und kurzlebig. Am Beispiel der FranziskanerInnen habe ich gesehen, was es heißt ein tief verwurzeltes Leben zu führen. Im Betrachten meiner eigenen Lebens- und Glaubensgeschichte habe ich gelernt meinen eigenen Spuren zu folgen.

Text von einer Teilnehmerin zVg Christa Gusner

Fotostrecke vom Abschlusswochenende