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Höchster glorreicher Gott, 
erleuchte die Finsternis meines Herzens
und schenke mir rechten Glauben,
gefestigte Hoffnung und
vollendete Liebe.
Gib mir, Herr, das rechte Empfinden
und Erkennen,
damit ich meinen heiligen und
wahrhaften Auftrag erkenne.
Amen

Impuls zusammengestellt
von Sr. K. Wildenauer, INFAG-DL
 


Wir Menschen sind "Augenmenschen". Wir leben von Bildern und machen uns
Bilder. Die Augen können wir schließen, nicht das Ohr.

Der Hörsinn ist immer aktiv. So sind wir eigentlich "Ohrenmenschen".
Wir hören bereits - da sind wir noch gar nicht geboren. Bevor wir Menschen an
ihrem Gesicht erkennen, unterscheiden wir diese aufgrund ihrer Stimme.
Im Laufe unseres Lebens hörten und hören wir vieles. Es ist nicht immer angenehm,
was wir zu hören bekommen.
Wir haben unsere "Hörvorlieben".

Wir verschließen unsere Ohren - bewusst und unbewusst.
Wir überhören so manches - bewusst und unbewusst. Man sagt, dass man bei einer
Predigt oder einem Vortrag nur das höre, was man hören wolle.
Viele von uns erleben schmerzhaft, wie es ist, wenn die Ohren im Laufe des Lebens
schwächer werden. Sie fühlen sich ausgeschlossen, sie haben Angst, Wichtiges zu
versäumen. Manche sagen aber auch, es tue gut, nicht mehr alles hören zu müssen.

Be-Ruf-ung, ein großes Wort.
Be-Ruf-ung hat mit einem Ruf zu tun.
Ich werde gerufen.
Höre ich diesen Ruf?
Und was mache ich mit diesem Ruf?
Gerufen werden, das kann unbequem werden.
Gerufen werden, das kann Lebensfülle geben.